Download Autonomie und Organisation: Die sozialwissenschaftliche by Friedrich Schönweiss PDF

By Friedrich Schönweiss

DaB die organisierte Interaktion von Individuen zu Resulta ten fuhrt, die den von ihnen gebildeten Zusammenhang zu einer ihnen unvermittelt gegenubertretenden Instanz werden lassen, als deren bloBes personales Inventar sie zu fungie ren haben, scheint ein Automatismus zu sein, dem kaum eine konkrete corporation sich zu entziehen vermag. So notwendig das organisationale Engagement fur das moderne Individuum auch sein magazine - seine gesellschaftliche Partizi pation setzt weitgehend Organisiertheit bereits voraus -, so unzureichend muBte deshalb eine Charakterisierung von supplier en bleiben, die sich primar auf dieses funktio nale second kaprizierte. Wodurch allerdings dieser Umschlag bedingt ist, durch den sich der Organisationsbeitritt bei aller effektiven Entla stung doch eher als zusatzliche Hypothek fur die individuel le Lebensbewaltigung erweist und der guy sich dennoch - - nicht entziehen kann, ist ein challenge, das sich dem sozial wissenschaFtlichen ZugriFF noch weitgehend entziehen konn teo Deutlich wird dies spatestens zu dem Zeitpunkt, wo sich die Erwartung, bei der BeFassung mit Einzelorganisationen durch den Rekurs auF theoretische Vorarbeiten wesentlich entlastet zu werden, als allenFalls legitime phantasm erweist (1) Zwar hat sich mit der zero r nine ani sat ion s so z i zero log i e ein wissenschaFtlicher Teilbereich konstituiert, der schon im mer die BeF assung mit dem Autonomisierungsphanomen, al so jenen Tendenzen der Oligarchisierung, die in einer Ver selbstandigung von Entscheidungstragern gegenOber ihrer Klientel resultieren, als eines seiner wesentlichen Anlie gen versteht.

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Die Frage nach den Maglichkeiten und den Notwendigkeiten demokratischer Kontrolle, oder umgekehrt (vom Standpunkt der Organisation aus): nach erForderlichen Iegitimatorischen und leistungsspeziFischen Anbindungsstrategien an die Mitglieder ruckt j edoch erst dann ins BlickFeId, wo Mitglie- - 29 - der eine EntFernung ihrer Verwaltung von den organisationskonstitutiven Zielen beFurchten muss en . Dies Feststellen zu kennen, durFte selbst in der diFFerenziertesten Organisation meglich sein, auch wenn es vielleicht erst im Resultat unubersehbar werden mag.

Eines Industrieunternehmens durchaus - 44 - unabhangig sind von del'" subjektiven Akzeptanz del'" Mitgliedel"'. PARSONS, del'" sich hiermit - zumindest in del'" allgemeinen Grundlegung seines Zugangs zu organisationssoziologischen Problemen - nicht beschaftigt und das "Primat der Zielorientierung" einmal im objektiven, einmal im subjektiven Sinn versteht (58), hatte um der Identifikationsmoglichkeit dieses Kriteriums willen zeigen mussen, wi e del'" ob- jektive Organisationszweck sich mit del'" subjektiven Ubernahmebereitschaft seiner personellen Trager vermittelt; auch hier zeigt sich, dal3 formale Charakterisierungen von Organisation einfach im Interesse ihrer Eindeutigkeit und Abgrenzbarkeit nicht getrennt von ihrem Bezug auf bestimmte Inhalte als fUr das Handeln del'" Organisation bestimmend festgehalten werden konnen, allenfalls um den Preis gerade jener Merkmale, durch die sich bestimmte Gruppen von Organisationen charakterisieren lassen sollen.

Daraus muf3 gefolgert werden, daf3 die Kennzeichnung "funktional aquivalente Lasungen" in jedem Einzelfall nur sinnvoll ist, wenn die Aquivalenz auch auf ein identisches Systemanliegen - dessen 8estandspf"lobla.... matik stets auf seine Spezifik bezogen ist - hin gedacht wird. Zusammenfassend kann also auch hier die Unterscheidung methodischer Gesichtspunkte bei der Darstellung eines bestimm .... ten Inhalts von der Analyse dieses Inhalts selbst gegenuber dem formalisierenden Zugriff auf Phanomene der Organisationssoziologi~ geltend gemacht werden.

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